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LOVE MAPS (Landkarten der Liebe 1)

Photo by Anastasiia Rybalko on Scopio

Wie sind wir hierher gekommen?

Hey, ich bin zurück. Sean hier! Nachdem wir uns in der letzten Blog-Lektion mit dem Thema „Woher wir kommen“ beschäftigt haben. Dieses Mal werden wir uns „Wie wir hierher gekommen sind“ aus einer klinischen Perspektive (Lovemap) ansehen. Also eine andere Perspektive auf Anziehung, Begehren und Vorlieben. Die Ideen und Konzepte, die wir erforschen werden, füllen mehr als nur ein paar Bücher.

Das erste Buch, „Lovemaps“ von Dr. John Money, ist eine sehr detaillierte klinische Untersuchung des Konzepts der Lovemaps: „…ein idealisiertes und höchst idiosynkratisches Bild“. Mit anderen Worten, Lovemaps „…stellen Ihren idealisierten Liebhaber dar und das, was Sie als Paar zusammen in der idealisierten, romantischen, erotischen und sexualisierten Beziehung tun.“

Unsere Lovemaps können mit unseren Muttersprachen verglichen werden. Einerseits entwickeln sie sich natürlich und sind ganz individuell. Andererseits sind sie gespickt mit familiären, sozialen, kulturellen und umweltbedingten Einflüssen. „Eine Landkarte der Liebe existiert zunächst in mentalen Bildern, in Träumen und Fantasien, und wird dann vielleicht mit einem oder mehreren Partnern in die Tat umgesetzt.“

Es kann nichts schiefgehen. Das einzige, was passieren kann, ist, dass die Dinge einen anderen Verlauf nehmen als geplant.

Sarek, Stephan, °1957, Deutscher Schriftsteller
Photo by Nathan Miftode on Scopio

Biologie oder Umwelt

Die von Dr. Money zitierte klinische Forschung deutet darauf hin, dass unsere Lovemaps in utero beginnen, bevor wir geboren werden. Dies spiegelt sich in der Hormonforschung wider, die den Spiegel der drei „Sexualhormone“ Progesteron, Testosteron und Estradiol untersucht. 

Diese Hormone kommen sowohl in der männlichen als auch in der weiblichen Entwicklung vor. Jungen und Mädchen haben alle drei Hormone, nur in unterschiedlichen Mengen oder Verhältnissen.

Die Forschung legt nahe, dass unsere Vorlieben und unser Verhalten zumindest im ungeborenen Gehirn beeinflusst, wenn nicht sogar festgelegt werden. Die zitierten Studien beziehen sich auf Säugetiere, wobei Schafe und Affen erwähnt werden.

Die Männlichkeit und Weiblichkeit des Gehirns kann durch den Testosteron- und Östradiolspiegel beeinflusst werden. In diesem Sinne beginnt unsere Selbstwahrnehmung und unsere Anziehungskraft auf andere in unserem Gehirn im Mutterleib, noch bevor wir geboren werden.

Ein Beispiel dafür ist die Aufzeichnung einer männlichen Erektion durch ein Ultraschallbild. Bis heute haben wir keine Möglichkeit, die entsprechende Aktivität der vulvalen Vasokongestion (= Gefäßstau) in utero zu erfassen.

Nach der Geburt zeigen wir weiterhin solche Reaktionen, die wiederum bei Jungen leichter zu erkennen sind. Dies geschieht sowohl im Wachzustand als auch im Schlaf. Besonders häufig tritt es im REM-Schlaf auf, der mit dem Träumen verbunden ist.

Photo by yair daniel zarate segovia on Scopio

Null bis Fünf

Früher oder später im ersten Lebensjahr erkennen wir die sinnliche Natur unserer Genitalien als Reaktion auf Reiben, Drücken, Berühren und so weiter. Nach dieser Entdeckung beginnen Kinder im Alter von etwa drei oder vier Jahren, kokette Probespiele zu zeigen. Dabei orientieren sie sich meist an Vorbildern aus unserem sozialen Umfeld, auch aus dem Fernsehen und von Computerbildschirmen. Dieses Verhalten richtet sich oft an die Eltern oder ältere Kinder. 

Im Alter von etwa fünf Jahren, oder sogar noch früher im Kindergarten und in der Vorschule, haben wir eine größere Anzahl von Altersgenossen („agemates„). Dies ermöglicht es, dass aus Flirtspielchen Spielkameraden-Romanzen werden, oft Freund/Freundin-Spielkameraden-Romanzen.

Infolgedessen kann die Entwicklung unserer Liebeskarten sexuelles Spielpartnerverhalten wie Küssen, Doktorspiele oder andere intime Äußerungen beinhalten, je nach unseren Erfahrungen und unserem Umfeld. Ethnische und kulturelle Unterschiede können diese Verhaltensweisen ebenfalls beeinflussen.

„Spiel ist notwendig zur Führung eines menschlichen Lebens.“

Thomas von Aquin (1225-1274), italienischer, katholischer Theologe
Photo by Jenn O’Hara on Scopio

Acht ist genug

Im Alter von etwa acht Jahren können sich zwei Partner, die an sexuellen Probespielen teilnehmen, zu einer Art Liebesbeziehung verbinden. Und zu diesem Zeitpunkt scheinen Kinder das zu haben, was Dr. John Money eine „native lovemap“ nennt. Eine „native lovemap“ ist ein Korrelat zu einer Muttersprache, die sich auf natürliche Weise sowohl biologisch als auch umweltbedingt durch Erfahrung, Fähigkeiten und unseren Umwelteinfluss entwickelt. Kurz gesagt, unsere Liebeskarten, unsere angeborenen Liebeskarten sind im Alter von acht Jahren ausgereift.

Wie es weitergeht, ist Thema der nächsten Blog-Lektion. Ich hoffe, dies war interessant und informativ und gibt Ihnen etwas zum Nachdenken. Es wäre toll zu wissen, was Sie über das Konzept der Liebeskarten denken.

Das ist alles für den Moment!

Und meine Zeit ist um! Hier ist Sean! Passen Sie auf sich auf. Ich würde mich freuen, von Ihren Erfahrungen mit dem Körper und Ihren Gedanken dazu zu hören. Bis zum nächsten Mal.

Genießen Sie diese Woche, und genießen Sie Ihr Alter, Ihren Körper und Ihre Umwelt und schauen Sie, was passiert.

(Für konkretere Vorschläge, können Sie mich unter kontakt@praxis-wiebersch.de kontaktieren).

Frühere Blog-Lektionen:

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Unsere früheren Blog-Lektionen (auf englisch):

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